Moralpredigt

  • Seltsame Kapriolen

    Nachdem der deutsche Verband der Biokraftstoffindustrie (VDB) die Entwicklungsorganisation Brot für die Welt harsch für eine Spendenkampagne kritisiert hatte, die auf die Folgen der Agrotreibstoffproduktion beziehungsweise des Anbau von Energiepflanzen in Entwicklungsländern hinwies, unter anderem mit dem Argument, Agrotreibstoffe seien mit einem Bedarf von sechs Prozent an der Weltgetreideproduktion quasi bedeutungslos, vollziehen die Verantwortlichen nur wenige Wochen später eine Kehrtwende.

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Donatoren

Greenpeace im Internet

 

Swissaid im Internet

Video-Tip

Heimat ist für Lara Kroha ein recht dehnbarer Begriff, da sie die ihre vor einem halben Jahr verlassen hat. Ist Heimat noch dasselbe wie vor dem Umzug? Und für was steht Heimat allgemein bei ihr? Fragen, die es zu beantworten galt.
 
Das Land zwischen Himalaya und Arabischem Meer leidet unter einem chronischen Mangel an Pflegekräften. Mit akademischen Studiengängen will die auf Krankenpflege spezialisierte Aga-Khan-Universität in Karachi Abhilfe schaffen.
 
Die sozioökonomische Entwicklung entfalten und damit die Abwanderung aus den sturkturschwachen Berggebieten bremsen: Diese Absicht steckt hinter der im Jahr 2000 beschlossenen Gründung der „Universität von Zentralasien“ (UCA), deren erster Campus jetzt eingeweiht wurde.
 
Dass sich der ostafrikanische Binnenstaat Ruanda so gut entwickelt, geht wohl nicht zuletzt auf die Belebung der vorkolonialen Imihigo-Tradition zurück. Sie verpflichtet die Menschen zur Arbeit.
 

Bitte zuhören!

Konferenzen wie das WEF oder die Klimakonferenz atmen den Zeitgeist einer Schicht von Menschen, die Zugang zu Informationen hat, meist wohlhabend ist und bereit, Änderungen zu akzeptieren, sofern sie dabei nichts verlieren oder sogar gewinnen können. Doch dosiertes Risiko mit Gewinnmöglichkeiten muss erhandelt werden. Dass dabei an solchen Konferenzen selten auf die wirklich Betroffenen – im Falle des Klimawandels die Ärmsten der Armen – gehört wird, ist leider längst zur Gewohnheit geworden. Neu scheint aber der Trend, dass Entscheidungsträger, also konferenzbewährte Responsabilitäten und Importanzien sich unsozial verhalten. Gemeint ist ein auf sich selber konzentriertes Verhalten, ein Abschalten, Wegsehen und Weghören gegenüber Themen und Teilnehmern, das an Unverschämtheit grenzt.
 
Bislang am Tropf internationaler Hilfsorganisationen, besinnt sich der ostafrikanische Kleinstaat  Burundi auf die Stärken seiner Landwirtschaft.
 
Ödlandflächen wieder aufzuforsten ist oftmals schwierig, kostspielig und geht nicht selten in die Binsen. Seit über einem Jahrzehnt setzt die Berner Hilfsorganisation newTree im westafrikanischen Burkina Faso auf die «natürliche Wiederbewaldung». Ihre Zwischenbilanz kann sich sehen lassen.
 
Bild: Ölmühle umgeben von Palmplantage
In Indonesien wird die Hälfte des Palmöls auf der ganzen Erde hergestellt. Palmöl ist mit 54 Millionen Tonnen das wichtigste Pflanzenöl. Dies hat einen positiven Effekt auf die indonesische Wirtschaft, aber sie hat auch eine dunkle Seite.
 

Massensterben der Bienen

Auch Wildbienen sind Spritzmitteln betroffen.
Seit 1985 sind weltweit 30 Prozent aller Bienenvölker ausgestorben. Meist wurde als Hauptgrund die Varroa-Milbe angegeben. Doch wie neuere Studien beweisen, sind Pestizide mit dem Inhalt Neonicotinoid die Hauptgründe für das Bienensterben. Dieses Gift tötet nicht nur Bienen, sondern auch andere Insekten und sogar auch Vogelarten.
 

Meine Familie ist meine Heimat

An der Sekundarschule Rorschach gibt es viele Schüler aus verschiedenen Ländern. Wir interessierten uns dafür, welches deren Ansicht nach ihre Heimat wäre und führten einige Interviews mit Schülern und einem Lehrer durch. Heimat ist für die Meisten dort, wo Familie und Freunde sind. Hier die Antworten.
 
 
Die sozialen und ökologischen Bedingungen, unter denen Mobiltelefone hergestellt werden, schreien zum Himmel. Noch nicht einmal die minimalsten Standards werden erfüllt, kein einziger Hersteller übernimmt eine Pionierrolle. Das von einem winzigen niederländischen Startup lancierte FairPhone weist den Weg.
 
Kinder aus verscheidenen Ländern in einer Klasse muss nicht problembehaftet sein. Das zeigt sich am Primarschulhaus Mühletobel in Rorschach, einem Schmelztiegel der Nationen. Das Integrationsrezept: Alle Kinder sind gleich.
 
Ambatolampy/Den Wald gemeinsam bewirtschaften und nutzen war das Ziel des bewährten madagassischen Hochlandprojekts, das allerdings auf ein relativ kleines Gebiet beschränkt blieb.
 
Wie man Urwälder nachhaltig bewirtschaftet und damit intakt hält, führt ein Schweizer Unternehmen in Zentralamazonas vor Augen. Finanziell hat es allerdings das Nachsehen, weil die Konkurrenz billigere Preise hat.
 
Herr Hohl, Sie haben vor sieben Jahren Vertretern der Stiftung Aravind, die in Indien jährlich 300‘000 Operationen am Grauen Star durchführt, eine der Schlüsseltechnologien zum Bau von Injektionsspritzen, mit denen sich flexible künstliche Linsen rasch und komplikationsfrei ins Auge einführen lassen, überlassen. Dabei hätten Sie den Indern diese Systeme für gutes Geld auch komplett liefern können.Weshalb dieser Gratis-Know-Transfer?
 
Die Verhaltensforscherin Jane Goodall feiert ihren 80. Geburtstag.  Sie hat mit ihrer jahrzehntelangen Forschung entscheidend dazu beigetragen, auch das Bild des Menschen in der Natur zu verändern. „Unser Platz ist im Königreich der Tiere – und nicht ausserhalb“, sagt sie im Interview. Es wurde anlässlich ihres 75. Geburtstages geführt und hat nichts an seiner Aktualität eingebüsst.
 
Um sich den letzten Schliff zu holen und im eigenen Land Karriere zu machen, qualifizieren sich ugandische Krankenpfleger an der renommierten Aga Khan-Universität in der Hauptstadt Kampala.Allerdings hält die Abwanderung in westliche Länder ungebrochen an, weil im Gesundheitssektor der Rotstift regiert.
 

Hunger muss nicht sein

Jahrzehntelang war das Thema Hunger und Unterernährung zentral und dessen Bekämpfung ein Ziel auf Ebene der internationalen Organisationen. Doch die Halbierung des Hungers bis 2015, eigentlich ein Millenniumsziel, ist in weite Ferne gerückt.
 
Schweizer Banken spekulieren mit Nahrungsmitteln. Dies berichten die Hilfswerke „Brot für alle“ und das „Fastenopfer“. Ihre Recherchen zeigen, dass 10 Banken involviert sind. Die EU ihrerseits will dies mit einer neuen Finanzmarkt-Richtlinie verhindern.
 
Können Agrotreibstoffe nachhaltig sein? In der EU aber auch in der Schweiz wird die Nutzung von Agrotreibstoffen immer häufiger kritisiert.