Moralpredigt

  • Seltsame Kapriolen

    Nachdem der deutsche Verband der Biokraftstoffindustrie (VDB) die Entwicklungsorganisation Brot für die Welt harsch für eine Spendenkampagne kritisiert hatte, die auf die Folgen der Agrotreibstoffproduktion beziehungsweise des Anbau von Energiepflanzen in Entwicklungsländern hinwies, unter anderem mit dem Argument, Agrotreibstoffe seien mit einem Bedarf von sechs Prozent an der Weltgetreideproduktion quasi bedeutungslos, vollziehen die Verantwortlichen nur wenige Wochen später eine Kehrtwende.

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Donatoren

Greenpeace im Internet

 

Swissaid im Internet

Video-Tip

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Konferenzen wie das WEF oder die Klimakonferenz atmen den Zeitgeist einer Schicht von Menschen, die Zugang zu Informationen hat, meist wohlhabend ist und bereit, Änderungen zu akzeptieren, sofern sie dabei nichts verlieren oder sogar gewinnen können. Doch dosiertes Risiko mit Gewinnmöglichkeiten muss erhandelt werden. Dass dabei an solchen Konferenzen selten auf die wirklich Betroffenen – im Falle des Klimawandels die Ärmsten der Armen – gehört wird, ist leider längst zur Gewohnheit geworden. Neu scheint aber der Trend, dass Entscheidungsträger, also konferenzbewährte Responsabilitäten und Importanzien sich unsozial verhalten. Gemeint ist ein auf sich selber konzentriertes Verhalten, ein Abschalten, Wegsehen und Weghören gegenüber Themen und Teilnehmern, das an Unverschämtheit grenzt.
 

Von Hilfsbedürftigen zu Selbstversorgern

Von Hilfsbedürftigen zu Selbstversorgern
Bislang am Tropf internationaler Hilfsorganisationen, besinnt sich der ostafrikanische Kleinstaat  Burundi auf die Stärken seiner Landwirtschaft.
 

Palmplantagen schädigen Süsswasserströme

Bild: Ölmühle umgeben von Palmplantage
In Indonesien wird die Hälfte des Palmöls auf der ganzen Erde hergestellt. Palmöl ist mit 54 Millionen Tonnen das wichtigste Pflanzenöl. Dies hat einen positiven Effekt auf die indonesische Wirtschaft, aber sie hat auch eine dunkle Seite.
 

Massensterben der Bienen

Auch Wildbienen sind Spritzmitteln betroffen.
Seit 1985 sind weltweit 30 Prozent aller Bienenvölker ausgestorben. Meist wurde als Hauptgrund die Varroa-Milbe angegeben. Doch wie neuere Studien beweisen, sind Pestizide mit dem Inhalt Neonicotinoid die Hauptgründe für das Bienensterben. Dieses Gift tötet nicht nur Bienen, sondern auch andere Insekten und sogar auch Vogelarten.
 

Meine Familie ist meine Heimat

An der Sekundarschule Rorschach gibt es viele Schüler aus verschiedenen Ländern. Wir interessierten uns dafür, welches deren Ansicht nach ihre Heimat wäre und führten einige Interviews mit Schülern und einem Lehrer durch. Heimat ist für die Meisten dort, wo Familie und Freunde sind. Hier die Antworten.
 
 

Himmelschreiend unfair

Die sozialen und ökologischen Bedingungen, unter denen Mobiltelefone hergestellt werden, schreien zum Himmel. Noch nicht einmal die minimalsten Standards werden erfüllt, kein einziger Hersteller übernimmt eine Pionierrolle. Das von einem winzigen niederländischen Startup lancierte FairPhone weist den Weg.
 

Alle Kinder sind gleich

Kinder aus verscheidenen Ländern in einer Klasse muss nicht problembehaftet sein. Das zeigt sich am Primarschulhaus Mühletobel in Rorschach, einem Schmelztiegel der Nationen. Das Integrationsrezept: Alle Kinder sind gleich.
 

Waldschutz gegen Nutzungsrechte

Ambatolampy/Den Wald gemeinsam bewirtschaften und nutzen war das Ziel des bewährten madagassischen Hochlandprojekts, das allerdings auf ein relativ kleines Gebiet beschränkt blieb.
 

Vogelstimmen und Kettensägen

Wie man Urwälder nachhaltig bewirtschaftet und damit intakt hält, führt ein Schweizer Unternehmen in Zentralamazonas vor Augen. Finanziell hat es allerdings das Nachsehen, weil die Konkurrenz billigere Preise hat.
 

Ich gebe zurück, was ich erhalten habe

Herr Hohl, Sie haben vor sieben Jahren Vertretern der Stiftung Aravind, die in Indien jährlich 300‘000 Operationen am Grauen Star durchführt, eine der Schlüsseltechnologien zum Bau von Injektionsspritzen, mit denen sich flexible künstliche Linsen rasch und komplikationsfrei ins Auge einführen lassen, überlassen. Dabei hätten Sie den Indern diese Systeme für gutes Geld auch komplett liefern können.Weshalb dieser Gratis-Know-Transfer?
 

Für fünf Minuten ein Schimpanse sein

Die Verhaltensforscherin Jane Goodall feiert ihren 80. Geburtstag.  Sie hat mit ihrer jahrzehntelangen Forschung entscheidend dazu beigetragen, auch das Bild des Menschen in der Natur zu verändern. „Unser Platz ist im Königreich der Tiere – und nicht ausserhalb“, sagt sie im Interview. Es wurde anlässlich ihres 75. Geburtstages geführt und hat nichts an seiner Aktualität eingebüsst.
 

Das Netzwerk soll es richten

Um sich den letzten Schliff zu holen und im eigenen Land Karriere zu machen, qualifizieren sich ugandische Krankenpfleger an der renommierten Aga Khan-Universität in der Hauptstadt Kampala.Allerdings hält die Abwanderung in westliche Länder ungebrochen an, weil im Gesundheitssektor der Rotstift regiert.
 

Hunger muss nicht sein

Jahrzehntelang war das Thema Hunger und Unterernährung zentral und dessen Bekämpfung ein Ziel auf Ebene der internationalen Organisationen. Doch die Halbierung des Hungers bis 2015, eigentlich ein Millenniumsziel, ist in weite Ferne gerückt.
 

Spekulation mit Nahrungsmitteln

Schweizer Banken spekulieren mit Nahrungsmitteln. Dies berichten die Hilfswerke „Brot für alle“ und das „Fastenopfer“. Ihre Recherchen zeigen, dass 10 Banken involviert sind. Die EU ihrerseits will dies mit einer neuen Finanzmarkt-Richtlinie verhindern.
 

Können Agrotreibstoffe nachhaltig sein?

Können Agrotreibstoffe nachhaltig sein? In der EU aber auch in der Schweiz wird die Nutzung von Agrotreibstoffen immer häufiger kritisiert.
 

Moralisieren ja, handeln nein

Den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Folgen der Neuordnung der Welt widmet das Weltwirtschaftsforum in Davos sein diesjähriges Programm. Die soziale Frage nach einer gerechten Gesellschaft rückt dabei auch aus Sicht der WEF-Teilnehmer in den Vordergrund. Wird das WEF zur moralischen Instanz? Zum dritten Mal in Folge listet der neunte Weltrisikobericht des Weltwirtschaftsforums die ungleiche Einkommensverteilung auf Platz eins der wahrscheinlichsten Risiken in der kommenden Dekade. Auf den Plätzen folgen mit extremen Wetterereignissen, Arbeitslosigkeit und Klimawandel Themen, die noch vor wenigen Jahren nur unter ferner liefen figurierten. Die Daten basieren auf einer Umfrage unter 700 Mitgliedern des Weltwirtschaftsforums, allesamt „Führungspersönlichkeiten und Entscheidungsträger“, wie WEF-Präsident Klaus Schwab im Vorwort des Berichts schreibt.
 

Hoffen auf die afrikanische Wende

David Nabarro ist UNO-Sonderbeauftragter für Ernährungssicherheit. Im Gespräch mit Mangel & Moral zieht er eine Bilanz zu den Milleniums-Zielen und schildert Strategien für afrikanische Kleinbauern.
 

Runde Tische der Rohstoff-Ritter

Die Welt des internationalen Agrargeschäftes wird zur grossen Tafelrunde der Edlen: An runden Tischen für nachhaltiges Palmöl, verantwortungsbewusstes Soja, nachhaltigen Baumwollabbau und nachhaltigen Kakao soll alles besser werden. Doch die Suche nach ökologischer und sozialer Gerechtigkeit wird von der Industrie dominiert.
 

Gigantische Kohlenstoffblase

Der Protest von Greenpeace und anderen Umweltorganisationen in der Arktis wirft die Frage auf: Wieviel Erdöl muss oder vielmehr darf noch gefördert werden, wenn man das 2-Grad-Ziel einhalten will, über das an den Klimakonferenzen verhandelt wird.
 

Kampf um Atomkraftwerke

Vor vier Jahren gab es in Tricastin in Vaucluse, das in den französischen Alpen liegt, einen atomaren Zwischenfall mit schweren Folgen für die Flüsse und das Grundwasser.